Problemjahr 2021

Dieses Jahr ist sehr feucht. Die Reben mögen Wasser von unten, nicht von oben. Im Juni war die Blüte gut. Der Wind hat die Beeren gut befruchtet. Die Trauben sind Ende Juni gut gewachsen und die Beeren sind wegen der reichlichen Feuchtigkeit groß.

 

Schöne dicke Trauben im Juni.

Im Juli haben sich die Blätter verfärbt. Die Trauben haben Peronosporabefall, evtl. auch Sauerfäule.

Im Juli Peronosporabefall.

Jetzt ist absehbar, dass der Ertrag deutlich geringer ausfällt als in den letzten drei Sonnenjahren. Ich rechne mit der Hälfte Ertrag wie in den Vorjahren. Über die Qualität kann ich jetzt keine Voraussagen machen. Ab jetzt braucht der Wein viel Sonne. Die Lese wird wahrscheinlich Ende September bis Mitte Oktober sein. Wenn es weiterhin so viel Regen gibt, dann wird es keine Lese geben. Aber die Hoffnung bleibt.

Die roten Regenttrauben sind kerngesund. Sie sind geschützt unter dem Vordach der Laube.  Immerhin wird der Regent 20 Liter Roten oder Rose liefern.

So ist das halt das Leben eines Robberggärtners. Nach drei trockenen aber guten Jahren wird bewusst, die Natur macht mit uns was sie will. Das funktioniert besser, als wenn wir mit der Natur machen, was wir wollen.

Rolf Apell – Arbeitsgemeinschaft Weinbau

rapell@robbergfreunde.de

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