Lehrreiche Stunden beim Baumschnittkurs

„Einiges dazugelernt“ war das Hauptresümee der Teilnehmer des Baumschnittkurses der Robbergfreunde. Knapp zwanzig Interessierte hatten sich eingefunden, um den Ausführungen des erfahrenen Baumpflegers Pascal Weibel vom Obst- und Gartenbauverein Schöllbronn zu lauschen. Nach einer kurzen Werkzeugkunde erklärte Pascal Weibel anhand der Triebe unterschiedlicher Obstsorten, wie genau die Gehölze austreiben, wo Frucht- und Blatttriebe entstehen und wie wir mit einem gezielten Schnitt genau diese Entwicklung beeinflussen können. Anschließend erläuterte er den grundsätzlichen Aufbau von Obstgehölzen, bevor es an den praktischen Teil des Vormittages ging.

Der erste Baum bot keinerlei Grundstruktur. Deshalb wurde zunächst gestutzt und ausgelichtet, um sich einen besseren Überblick zu verschaffen. Nach und nach gelang es, den Baum wieder in Form zu bringen, damit er sich in den nächsten Jahren weiter entwickeln und Früchte tragen kann. Der zweite Baum wurde wohl vor vielen Jahren einmal radikal gestutzt, dann aber ohne weitere Pflegemaßnahmen sich selbst überlassen. Davon zeugten unzählige Austriebe, die sich wie Fühler in den Himmel streckten. Die müssen weitestgehend alle entfernt werden. Da es aber an der Grundstruktur eines Baumes mangelte, entschied sich Pascal Weibel für einen Kompromiss beim Schnitt, erst in den kommenden beiden Jahre kann das Gehölz in Verbindung mit den neuen Austrieben in Form gebracht werden. Auch eine Jungpflanze wurde begutachtet. Neben der reinen Schnittarbeit galt es auch, mit spontan gebastelten „Astspreizern“ die späteren Hauptäste in die gewünschte Richtung zu bringen. Erst dann entfaltet der Baum sein optimales Potenzial. Ein recht hoher Baum wurde dann nur noch in der Theorie geschnitten. Denn bei dieser Höhe reicht die Leiter nicht aus. Hierfür sind Sicherungsmaßnahmen und Gurtzeug erforderlich, was den Rahmen der Veranstaltung aber gesprengt hätte.

Mit einer kleinen Stärkung und einem Austausch über das gerade Erlernte klang die Veranstaltung dann aus. Es obliegt nun den Teilnehmern, auf den eigenen Grundstücken ihre Gehölze in Form zu bringen und zu halten. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an Pascal Weibel und Arnold, seinen Unterstützer. Nachfolgende Bilder sprechen für sich.

 

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