Am 20. März fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Robbergfreunde Ettlingen e.V. statt. Die Tagesordnung sah die obligatorischen Berichte und die turnusmäßigen Neuwahlen vor, aber auch eine Filmvorführung stand auf dem Programm.
Zu Beginn erläuterte der 1. Vorsitzende in seinem Geschäftsbericht die zahlreichen Aktivitäten die vor und hinter den Kulissen des Vereins stattfanden. Die bedeutendsten sind nachfolgend aufgeführt:
Auch im Jahr 2025 zeichneten die Robbergfreunde verantwortlich für die Turmöffnung mit „Weitblick vom Bismarckturm“. Die Stadt Ettlingen hatte die Schlüsselgewalt wieder an die Robbergfreunde übergeben. Bereits bei der ersten Öffnung am Ostersonntag zog es 122 Besucher auf den Turm. Wie stark diese Veranstaltung bei den Bürgern gefragt ist, zeigt ein Blick auf die Gesamtbesucherzahl von 656 Gästen, die den Turm bestiegen. Dabei gab es wetterbedingt extreme Schwankungen, mit z.B. 158 Besuchern im Mai und 48 Besuchern im Juni. Erstmalig nach der Sanierung des Wasserreservoirs konnte dieses auch wieder als Lagerstätte für die Vereinsutensilien genutzt werden, was auch den Auf- und Abbau für die Turmöffnung deutlich erleichterte.
Auch in 2025 wurde der im Jahr 2022 ins Leben gerufene Vereins-Frühschoppen mit 3 Veranstaltungen fortgesetzt. Der Frühjahrs-Frühschoppen fand Mitte April statt, um die Blüte mancher Bäume und Sträucher noch miterleben zu können. Als besondere Attraktion hatte Joe Walz in seinem Garten eine komplette traditionelle Feldschmiede mit Amboss, Esse, Schleifstein und allem, was dazu gehört, aufgebaut. Neben interessanten Geschichten zu diesem Thema erfolgte auch eine praktische Vorführung. Ein buntes, frühlingshaftes Salatbuffet rundete das Thema ab.
Der Sommer-Frühschoppen Ende Juli stand ganz unter dem Motto „Tiere, die am Robberg leben“. Anhand der Präparate aus dem Fundus von Joe Walz konnte man hautnah Tiere begutachten, die sich auf, über und unter der Erde bewegen und die man sonst am Robberg meist nicht direkt zu Gesicht bekommt. Passend zum Thema gab es am Frühstücksbuffet unter anderem gegrillte Wildbratwurst eines Jägers aus Ettlingen.
Zum Abschluss der Saison veranstalteten die Robbergfreunde Ende September noch ein Oktoberfest, bei dem Gerätschaften und Werkzeuge aus dem Weinbau sowie dem Trockenmauerbau ausgestellt waren. Ulrich Deubel berichtete zudem über die Weinbergordnung für den Robberg aus dem Jahre 1508, über die er recherchiert hatte. Seine Ergebnisse bilden auch die Grundlage für die geplante Informations-Veranstaltung „500 Jahre Weinbau am Robberg“. „Wiesn-Schmankerln“ rundeten unser Frühstücks-Buffet ab.
Das 195-jährige Bestehen der Robbergfreunde Ettlingen e.V. beging der Verein am 25. Mai mit einem Urbansfest am Namenstag des Heiligen St. Urban, dem Schutzpatron der Rebleute. Hierzu waren alle Mitglieder und Gäste auf unser Festgrundstück am Robberg geladen. Nicht nur für das leibliche Wohl war gesorgt, auch ein kultureller Beitrag bereicherte die Feierlichkeiten. Der Shanty-Chor der Marinekameradschaft Ettlingen e.V. brachte eine frische Brise mit an den Robberg und sorgte für Unterhaltung und gute Stimmung.
Zudem fand eine Figur des Heiligen St. Urban den Weg zurück auf die Spitze der Fahnenstange der Vereinsfahne der Robbergfreunde. Auf der Aufnahme zum hundertjährigen Bestehen des Vereins im Jahre 1930, damals noch als „Verein der Rebleute“ geführt, sind neben den festlich gekleideten Vereinsmitgliedern auch noch Vereinsfahne und die Fahnenstange zu erkennen, auf deren Spitze unübersehbar der heilig Urban thront. Die Originalfahne ist mittlerweile im Museum im Schloss Ettlingen eingelagert, der Verbleib der Urbansfigur jedoch ungeklärt. Zum 195-jährigen Bestehen hat unser Vereinsmitglied Joe Walz eine neue Figur aus einer Holzschnitzerei in Südtirol beschafft, die nun wieder die Fahnenstange ziert. Möglich wurde dies u.a. dank großzügiger Spenden der Mitglieder.
Erstmalig boten die Robbergfreunde im Rahmen des Urbansfestes auch eine Führung über den Robberg an. Neben den bekannten Stationen wie Wasserreservoir, Bildstock und Weißes Häusle waren auch einige private Gärten zur Besichtigung geöffnet. So konnte man z.B. eine aktuelle Mauerbaustelle besichtigen, an der die Prinzipien des Trockenmauerbaus dargelegt wurden. Auch mit Reben bestockte Weinberge waren geöffnet, auf denen die Besitzer eigenen Robbergwein zur Verkostung ausgeschenkten.
Nachtrag zur Sanierung des Wasserreservoirs: Nachdem sich über den Winter 24/25 aufgrund der thermischen Gegebenheiten im Gebäude Kondenswasser und damit auch Schimmel an der Decke gebildet hatte, zeigte die Dämmung der Wasserkammern des Wasserreservoirs durch die Stadt Ettlingen positive Wirkung. Nach erfolgter Schimmelbeseitigung und -prophylaxe ist das Gebäude ist seither trocken und frei von Schimmelbefall. Joe Walz hat dann die Dämmplatten noch mit einer Holzauflage verkleidet, so dass wir diesen Bereich als Lagerfläche für unsere Biertischgarnituren verwenden können.
Darüber hinaus würde über die Unterstützung der Klimademo von Joachim Sander in Ettlingen durch die Robbergfreunde berichtet. Birgit Dubac verlas den Bericht von Ulrich Deubel über die Aktivitäten der Grundstücksbörse, der leider persönlich nicht an der Jahreshauptversammlung teilnehmen konnte. Bei der Digitalisierung schritt der Verein weiter voran. Über 75% der Mitglieder sind inzwischen elektronisch erreichbar. Die für das Jahr 2025 geplante Info-Veranstaltung „500 Jahre Weinbau am Robberg“ wurde auf das Jahr 2026 verschoben, um im Vorfeld weitere fundierte Recherche betreiben zu können.
Weitere Details bezüglich der Aktivitäten aus dem Jahr 2025 sind hier auf unserer Homepage im Bereich „News“ nachzulesen.
Der Bericht des Kassiers und der Kassenprüfung bestätigte eine stabile Finanzlage, was auch in Bezug auf die Mitgliederzahl anzumerken ist.
Keine Veränderungen ergab aus den turnusmäßig anstehenden Wahlen durch die Mitgliederversammlung. Die 2. Vorsitzende Birgit Dubac wurde einstimmig wiedergewählt. Unser amtierender Schriftführer hatte vor der Jahreshauptversammlung angekündigt, sich nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung zu stellen. Mangels weiterer Kandidaten hat sich Berend Schlüter dankenswerter Weise bereit erklärt, das Amt noch für ein Jahr weiter zu führen und wurde ebenfalls einstimmig wiedergewählt. Ach die beiden Kassenprüferinnen Nora Drücke und Veronika Linz wurden in ihrem Amt bestätigt.
Auch bei dieser Jahreshauptversammlung konnten wir die Mitglieder mit einer Filmvorführung überraschen. Gezeigt wurde der Film „Wildtiere auf dem Robberg“, zu dem Hardy Halbauer und Ulrich Deubel das Bildmaterial vom sichtbaren und verborgenen Treiben zu Tage und zur Nacht am Robberg beigesteuert haben. Der lokale Filmemacher Harald Fehrer, der auch im Verein kein Unbekannter ist, hat freundlicherweise das Filmmaterial geschnitten und mit einer Tonspur unterlegt, die Hardy Halbauer dann noch besprochen hat. Leider konnten alle Mitwirkende bei der Entstehung des Filmes nicht an der Jahreshauptversammlung teilnehmen, deshalb an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für das Engagement für diesen gelungenen Beitrag.