Neuer Weinberg angelegt

Ein paar Tage länger hat es gedauert, aber nun ist es vollbracht. Alle Reben sind gepflanzt und hinterlassen ein Gefühl des Stolzes beim Hobbywinzer. Die Bündelung von Erfahrung und Organisation innerhalb der Weinbau AG haben diesen Erfolg möglich gemacht.

Die beiden Terrassen für meine neuen Reben waren schnell auserkoren. Eine für den Johanniter und eine für den Cabernet Cantor. Ich hatte mich entschieden, eine Terrasse mit Weißweinreben zu bepflanzen, dem Johanniter, auf einer weiteren möchte ich mich im Anbau von Rotwein versuchen, hier steht der Cabernet. Da die Terrassen mehrere Jahre brach lagen und die Oberfläche ziemlich uneben war, habe ich beide Terrassen zuvor umgestochen und Wurzeln und Steine herausgelesen. Bei diesem trockenen April ein quälendes Unterfangen, das sich letztlich knapp 3 Wochen hinzog.

Dies alles war aber schnell vergessen, als der große Tag der Pflanzung nahte. Dank vieler wertvoller Tipps und Beistellung von Werkzeug durch unseren erfahrenen Hobbywinzer Rolf Apell gelang es mir mit Unterstützung aus der Familie doch tatsächlich, an einem Tag alle 45 Jungreben in die Erde zu bringen. Eine große Erleichterung war dabei der Erdbohrer, um die 50cm tiefen Pflanzlöcher auszuheben. Leider gelang dies nur bei knapp 2/3 der Reben, da der Bohrer mehrfach wegen Steinen im Boden stecken blieb. An der Stelle bot sich dann nur eine Alternative: Ran an Hacke und Schaufel. Dank der großartigen Mithilfe der Familie an diesem Tag war aber auch das zu packen. Mittels einer „Setzhilfe“, einem simplen Abwasserrohr, waren die Reben dann auch ganz schnell im Boden versenkt, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Danke Rolf, für diesen genialen Tipp. Das Pflanzloch wurde dann mit Sand-/Erdgemisch aufgefüllt und kräftig gewässert.

Pflanzstäbe dienen im ersten Schritt zum Schutz der Jungreben, die nur 5-10cm aus dem Boden ragen und schnell übersehen werden. Außerdem kann der erste Austrieb daran befestigt werden. Hier noch einmal Dank an Jürgen Mitschele, der die Sammelbestellung und den Transport der Pflanzstäbe, zusammen mit den Rebpfählen, organisiert hat. Ganz fertiggestellt ist der neue Weinberg erst, wenn auch das Drahtrahmengestell errichtet ist und die Spanndrähte angebracht wurden. Daran finden die Reben dann in Zukunft Halt. Vordringlich ist diese Arbeit derzeit aber noch nicht, da die Reben so schnell dann doch nicht wachsen. Diese Maßnahme habe ich deshalb für den Spätsommer bzw. Herbst vorgesehen. Selbstverständlich werde ich an dieser Stelle wieder über den Fortgang berichten.

Zum Schluss möchte ich folgendes Fazit für die Pflanzaktion anbringen: Der Zustand der Terrassen und des Bodens ist zunächst unabhängig von der Pflanzung, deshalb lasse ich diese Arbeiten bei der Betrachtung auch außen vor. Alles in Allem bedurfte es einer Vorbereitungszeit von ca. 4 Stunden, der eigentlichen Pflanzung mit 10 Stunden und einer Nachbereitung von noch einmal 2 Stunden. Damit waren 45 Reben gepflanzt. Ich will auch nicht verschweigen, dass der Erdbohrer zu diesem zügigen Ergebnis beigetragen hat. Umgerechnet auf eine einzelne Rebe lande ich damit bei knapp 21,5 Minuten pro Rebe. Meiner Meinung nach ein Aufwand, der vertretbar ist und weitere Gartenbesitzer und Pächter ermuntern soll, vielleicht doch ein paar Reben am Robberg zu pflanzen. Es müssen im ersten Schritt ja nicht gleich 45 Setzlinge sein. Gerne teile ich – und natürlich auch die Mitglieder der Weinbau AG – meine Erfahrung mit interessierten Personen. Ich habe jedenfalls viel dazugelernt und ohne die begleitenden Maßnahmen aus der Weinbau AG wäre ich das Projekt in dieser Größenordnung vermutlich nicht angegangen. Ein letzter Hinweis am Rande: Der im vorherigen Beitrag vom 5. April („Die Jungreben sind geliefert“) angedeutete Kontakt zur lokalen Presse kam dann doch noch zustande. Die BNN wird über die Weinbau AG und unsere Neupflanzungen in den kommenden Wochen einen Artikel veröffentlichen, der dann selbstverständlich in unserem Pressearchiv nachzulesen sein wird.

Ein Gedanke zu „Neuer Weinberg angelegt

  • 16. Mai 2020 um 23:52
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    Da habt ihr aber tolle Arbeit geleistet. Schön, dass es auf dem Robberg wieder Wein gibt!

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